Montag, 28. April 2014

Malice (The Faithful and the Fallen #1) von John Gwynne


 Malice (The Faithful and the Fallen #1) von John Gwynne 

Info:

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Tor Books (6. Dezember 2012)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0230758452
  • ISBN-13: 978-0230758452
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 15,8 x 5,8 cm
  • Amazon: Amazon.de

 

Das richtige Buch zur falschen Zeit?

Rating: 6/10

Inhalt:

Young Corban watches enviously as boys become warriors, learning the art of war. He yearns to wield his sword and spear to protect his king's realm. But that day will come all too soon. Only when he loses those he loves will he learn the true price of courage. The Banished Lands has a violent past where armies of men and giants clashed in battle, the earth running dark with their heartsblood. Although the giant-clans were broken in ages past, their ruined fortresses still scar the land. But now giants stir anew, the very stones weep blood and there are sightings of giant wyrms. Those who can still read the signs see a threat far greater than the ancient wars. Sorrow will darken the world, as angels and demons make it their battlefield. Then there will be a war to end all wars. High King Aquilus summons his fellow kings to council, seeking an alliance in this time of need. Prophesy indicates darkness and light will demand two champions, the Black Sun and the Bright Star. They would be wise to seek out both, for if the Black Sun gains ascendancy, mankind's hopes and dreams will fall to dust.

Review:

An erster Stelle möchte ich einmal bei dem Verlag Tor bedanken, von denen ich Malice bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Mit Unterschrift des Autors!

Nun kam ich endlich mal dazu das Buch zu lesen.

Dieses Debüt von John Gwynne ist eine gute alte Fantasy Geschichte, die viele Tropen des Genres benutzt, diese aber trotzdem geschickt genug umsetzt um nicht all zu kopiert zu wirken. Die ganze Handlung und Welt wirken allerdings doch, als alles schon mal da gewesen und nur wenig Neues. Ich hatte am Anfang wirklich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzulesen. Die Hauptcharaktere waren mir überhaupt nicht sympathisch und es viel mir schwer mich für ihr Schicksal zu interessieren. Alle waren relativ jung und naiv und alles wirkte eher wie YA.

Der Trend liegt im Moment eher bei dunkler Fantasy, bei grauen Charakteren. Dies hier ist eher wohlfühl Fantasy, die natürlich auch ihren Platz hat, aber im Moment nicht mein Geschmack ist. Empfehlen würde ich es für jüngere Leser oder Fantasyeinsteiger, oder natürlich für Liebhaber dieser Art von Geschichten. Mit einer soliden Handlung und schönen Welt bietet es sicherlich gute Unterhaltung.

Annihilation von Jeff VanderMeer

Annihilation

A Novel
The Southern Reach Trilogy (Volume 1 of 3)
Jeff VanderMeer

Info:
Farrar, Straus and Giroux
FSG Originals
February 2014
Trade Paperback
ISBN: 9780374104092
ISBN10: 0374104093
5 x 7 1/2 inches, 208 pages

Amazon: Amazon.de





Spannender Auftakt zu einer skurielen Serie.
Rating: 7/10


Inhalt:
Area X has been cut off from the rest of the continent for decades. Nature has reclaimed the last vestiges of human civilization. The first expedition returned with reports of a pristine, Edenic landscape; all the members of the second expedition committed suicide; the third expedition died in a hail of gunfire as its members turned on one another; the members of the eleventh expedition returned as shadows of their former selves, and within months of their return, all had died of aggressive cancer.
This is the twelfth expedition.
Their group is made up of four women: an anthropologist; a surveyor; a psychologist, the de facto leader; and our narrator, a biologist. Their mission is to map the terrain and collect specimens; to record all their observations, scientific and otherwise, of their surroundings and of one another; and, above all, to avoid being contaminated by Area X itself.
They arrive expecting the unexpected, and Area X delivers—they discover a massive topographic anomaly and life forms that surpass understanding—but it’s the surprises that came across the border with them, and the secrets the expedition members are keeping from one another, that change everything.

Review:
Erzählt wir Annihilation als ein Journal aus der Sicht des Hauptcharakters, der "Biologin", von der wir nie den Namen erfahren. Jeff VanderMeer schaft es auf brillant Weise einem das Mysterium um Area X in kleinen Stücken aus dieser limitierten Sicht zu erzählen und erzeugt dabei eine wahrlich gruselige Wildernis Horror Stimmung, ähnlich wie bei der TV Serie Lost oder Büchern von Lovecraft.
Zwar bekommen wir nicht viele Erklärungen zu der Welt, es werden Themen oft nur angeschnitten und dann offen gelassen. Auf jede Antwort kommen zwei neue Rätsel. Das macht das Ganze jedoch sehr interessant.
Die Stimme der Erzählerin ist sehr gut gelungen. Ein sehr analytischer Geist einer Wissenschaftlerin beschreibt ihre Erfahrungen auf sehr detaillierte Weise. Wie so oft ist diese Stimme der Ausschlaggebende Punkt für den Erfolg, bei einer Geschichte in der Ich-Perspektieve. Nicht jedem wird dieser Stiel gefallen, daher empfehle ich ein paar Kapitel der Leseprobe zu lesen.

Ich bin gespannt wie der nächste Teil der Trilogie wird, die übrigens in seiner Gesamtheit in diesem Jahr(2014) veröffentlicht wird.
Ein sehr kurzes Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der Mysterien mit Horrorstimmung mag.

Dienstag, 8. April 2014

Sand Omnibus (Sand #1-5) von Hugh Howey

Sand Omnibus (Sand #1-5)
von Hugh Howey



Info: 
Genre: Dystopische Fantasy
Verlag: Broad Reach Publishing
Seiten: 252
Sprache: Englisch









Ein neuer Dystopien Roman aus der Feder Hugh Howeys, dem erfolgreichen Autor der Wool Reihe, .

Rating: 5/10

Inhalt: 
The old world is buried. A new one has been forged atop the shifting dunes. Here in this land of howling wind and infernal sand, four siblings find themselves scattered and lost. Their father was a sand diver, one of the elite few who could travel deep beneath the desert floor and bring up the relics and scraps that keep their people alive. But their father is gone. And the world he left behind might be next. 
Welcome to the world of Sand, the first new novel from New York Times bestselling author Hugh Howey since his publication of the Silo Saga. Unrelated to those works, which looked at a dystopian world under totalitarian rule, Sand is an exploration of lawlessness. Here is a land ignored. Here is a people left to fend for themselves. Adjust your ker and take a last, deep breath before you enter.


Review:
Mit dem Erfolg der Wool Serie bleibt es natürlich nicht aus, Hugh Howey's neuestes Werk "Sand" mit dieser zu vergleichen. Wieder sind wir in einer postapokalyptischen Welt im US Bundesstaat Colorado, die aus unbekannten Gründen mit einer riesigen Sanddecke überzogen ist.
Die meisten der vorkommenden Personen sind "sand diver", die sich mit speziellen "Taucheranzügen" durch die riesigen Sandmassen einen Weg zu den Ruinen alter Städte bahnen und dort die Artefakte unserer untergegangen Zivilisation zu Tage fördern und durch deren Verkauf ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Das alles erinnert irgendwie an den Film Waterworld mit Kevin Costner, nur ersetzt hier Sand das Wasser.
Eines der verwendeten Fortbewegungsmittel ist auch ein katamaranähnliches Gefährt, mit dem man über die Dünen "segelt". Da ich diese Vorstellung die ganze Zeit im Hinterkopf hatte, fand ich Howeys Idee einfach nicht mehr originell genug.
Hauptcharaktere sind die drei Geschwister ... ,die allesamt stark durch ihren Vater beeinflusst sind, der sie schon ihn frühester Kindheit verlassen hat. Obwohl der Autor sich nur auf die beiden Älteren beschränkt, schafft er es im Verlauf der gesamten Geschichte nicht sie interessant zu machen. Es fehlt ihnen einfach an Kontrasten und Komplexität. Überhaupt fiel es mir schwer für irgendjemanden in diesem Roman Sympathie zu entwickeln und mit ihm mitzufiebern.
Der Haupthandlung fehlt es oftmals an Spannung, weil vieles sehr vorhersehbar wirkt. Interessant war nur etwas über die Welt zu erfahren und wie es dazu kam, dass alles mit Sand überzogen ist.  Sollte man aber erwarten Antworten auf seine Fragen zu bekommen, wird man hier sehr enttäuscht. Howey lässt  vieles offen und schneidet oft nur mit einigen Anmerkungen vorangegangene Ereignisse an und bleibt sehr vage.
Als Fan der gut durchdachten Wool Trilogie war ich doch sehr enttäuscht von diesem Buch. Es ist eine mäßige Geschichte, der es an Tiefe fehlt.

Montag, 7. April 2014

Red Rising von Pierce Brown

Red Rising von Pierce Brown


Info:

Genre: (YA-) Fantasy
Verlag: Del Rey
Seiten: 382
Sprache: Englisch









Von Pierce Brown kommt ein hervorragender Debütroman, im momentan dominierenden Dystopischen YA-Fantasy Genre. 


Rating: 7/10




Inhalt:
The war begins...
Darrow is a Helldiver, one of a thousand men and women who live in the vast caves beneath the surface of Mars. Generations of Helldivers have spent their lives toiling to mine the precious elements that will allow the planet to be terraformed. Just knowing that one day people will be able to walk the surface of the planet is enough to justify their sacrifice. The Earth is dying, and Darrow and his people are the only hope humanity has left.
Until the day Darrow learns that it is all a lie. Mars is habitable - and indeed has been inhabited for generations by a class of people calling themselves the Golds. The Golds regard Darrow and his fellows as slave labour, to be exploited and worked to death without a second thought.
With the help of a mysterious group of rebels, Darrow disguises himself as a Gold and infiltrates their command school, intent on taking down his oppressors from the inside.
But the command school is a battlefield. And Darrow isn't the only student with an agenda..

Review:

         Ja, Red Rising scheint auf den ersten Blick ein Abklatsch von den diversen aktuell supererfolgreichen YA-Büchern zu sein und nur mehr von dem selben zu erzählen. Und tatsächlich gibt es viele Parallelen zu Ender's Game und Hunger Games, aber unterscheidet sich doch genug von diesen um individuell zu bleiben. Pierce Brown erzählt eine wahrlich packende und mitreißende Geschichte.
Obwohl der Roman im YA-Genre eingeordnet wird, hatte ich beim lesen nicht wirklich das Gefühl in diesem Genre zu lesen. Die Vermarktung scheint aber dort wohl Momentan auch besser zu verlaufen. Also lasst euch von diesem Tag nicht verwirren, keine Teen Lovestory in Sicht.
Vielmehr ist dies eine sehr komplex gebaute Welt, mit jeder Menge Geheimnissen und politischen Intriegen, in die unser Hauptcharakter Darrow gestoßen wird. Darrow ist dem Autor wirklich gut gelungen. Ein überaus interessanter Charakter, mit vielen Fassetten, besonders seine Reife gegenüber seinen Gleichaltrigen, bedingt durch das harsche Leben der Reds, ist überzeugend. Die anderen Charaktere wirken dagegen eher langweilig und stereotypisch.
Red Rising dient Handlungsmäßig nur als Aufbau für die nachfolgenden zwei Bücher, von denen ich mir sehr viel verspreche, vorallem weil wir etwas mehr über die beteiligten Parteien und deren Motive erfahren. Es gab schon einige Anspielungen dadrauf, dass nicht alles so weiß und schwarz ist wie zu Beginn aussah. Auch wenn der Haupthandlungsstrang nicht der interessanteste war, so bot er doch jede Menge Spannung und Unterhaltung.
Wie ich gelesen habe hat Brown auch schon einen Movie-Deal in der Tasche und ich vermute, dass das hier das nächste Hunger Games ( in Sachen Größe) wird.

Sonntag, 6. April 2014

Retribution Falls(Piratenmond) von Chris Wooding

Retribution Falls(Piratenmond) von Chris Wooding


Info:
Genre: Steampunk
Seiten: 380
Verlag: Gollancz (first published 2009)
Amazon: Amazon.de





Vermisst ihr auch die legendäre SciFi Serie Firefly? Dann ist das hier genau das richtige Buch für euch. Mit vielen Parallelen zu der Serie bietet es sicherlich jede Menge Unterhaltung für alle Firefly Fans.

Rating: 7/10


Inhalt:
Intrigen, Kopfgeldjäger und Schätze
Darian Frey ist stolzer Besitzer und Kapitän der Ketty Jay und seines Zeichens Luftschiffer und Kaperer – zugegeben, Luftpirat wäre angemessener. Sein nächster Auftrag: Er soll die Ace of Skulls abfangen und sie um ihre wertvolle Ladung erleichtern. Doch als das Schiff vor seinen Augen explodiert und Frey erfährt, dass der Sohn des Erzherzogs an Bord war, weiß er, dass er sich gerade um Kopf und Kragen gebracht hat. Zusammen mit seiner Crew schlittert Frey in ein unglaubliches Abenteuer…

Anders als die Serie ist dies hier kein SciFi Buch, sondern lässt sich eher im Steampunk-Genre einsortieren. Zwar sind wir in dieser Welt an einen Planeten gebunden, der bietet allerdings jede Menge Abwechslung.
Das erste Highlight ist die Crew. Eine Zusammenstellung aus jeder Menge "Misfits" , bei der jeder sein kleines dunkles Geheimnis hat. Wie sie am Ende in der Crew gelandet sind wird geschickt durch kleine Hintergrundgeschichten gezeigt. Zwar bedient sich der Autor dabei einiger stereotypischer Vorlagen, gibt ihnen aber dennoch genug Eigentümlichkeit um nicht zu Klischeehaft zu wirken.
Besonders gut hat mir das Worldbuilding gefallen, obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von Steampunk Welten bin. Der Handel,Reisen und Krieg wird hier größtenteils mit Zeppelin ähnlichen Gefährten durchgeführt. Und natürlich gibt es auch Piraten und Kopfgeldjäger. Das alles erinnerte mich stark an ein altes Computerspiel "Crimson Skies" aus dem Jahre 2000 und ähnlich viel Spaß wie dieses Spiel ist Retribution Falls. Die Handlung wird schnell voran getrieben und langweilt durch jede Menge Action so gut wie nie. Die Haupt- und Hintergrundgeschichten sind auch interessant, wenn auch nicht die Anspruchsvollsten. Es lässt sich zwar oft schon vorhersehen was passiert, das mindert aber kaum die Unterhaltung.
Des weiteren kann ich auch noch das Hörbuch dazu empfehlen. Eine wirklich gelunge Produktion, allerdings wurden die späteren Teile leider nie vertont.

Mittwoch, 2. April 2014

The Thousand Names (Die tausend Namen) von Django Wexler




 Die tausend Namen von Django Wexler

 

Info:

Genre: Flintlock Fantasy
Verlag: Heyne
Seiten: 880
Sprache: Deutsch
Amazon: Amazon.de








Eines der besten Bücher von 2013 bekommt endlich eine Übersetzung ins Deutsche und bringt nun auch das Flint-Lock Genre auf unseren Markt.

Rating:

8/10



Inhalt:

Aufstände sind im Königreich Vordan keine große Angelegenheit. Doch als in der Wüsten kolonie Ashe-Katarion eine Rebellion ausbricht, wird nicht nur ein Regiment Soldaten entsandt, sondern der Befehlshaber Graf Vhalnich greift entschlossen die Rebellen an und erringt einen Sieg nach dem anderen. Lediglich ein kampferprobter Hauptmann und ein Soldat mit dunkler Vergangenheit ahnen, dass es bei diesem Feldzug um mehr geht – um ein machtvolles Geheimnis, dem Agenten der Krone und skrupellose Magier nachjagen. Ein Geheimnis, das über die Zukunft des Königreichs entscheiden wird.

Review:

Letztes Jahr bekam das Fantasy Genre neuen Schwung durch die Veröffentlichung zweier Romane, die ihre Welt an das 18. Jahrhundert anlehnten, besonders die Waffen dieser Zeit. So gibt es viele Kämpfe mit Musketen und Kanonen. Die beiden Bücher von denen ich rede sind "Promise of Blood" von Brian McClellan und das hier besprochene "Die Tausend Namen" von Django Wexler. Damit eröffneten die beiden ihr eigenes kleines Subgenre, die so genannte Flintlock-Fantasy.
Allerdings haben beide sehr unterschiedliche und interessante Ansätze, mit sehr verschiedenen Welten.

Die Tausend Namen beginnen mit der Vorstellung der beiden Hauptcharaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Beide sind überaus gut und glaubwürdig geschrieben und verleihen der Handlung eine tolle Stimmung.
Nach einer kleinen Einführung in die Welt, die politische Lage und die Ausgangssituationen der einzelnen Personen, kommt das Geschehen so richtig in Gang. Es folgt eine packend geschriebene Kampfszene auf die Nächste. Dabei werden die Kampftaktiken, wie sie zur Zeit Napoleons angewendet wurden, sehr ausführlich beschrieben, was das ganze sehr glaubwürdig wirken lässt. Man merkt, dass hier wohl einiges an Recherche betrieben wurde.
Anders als bei Promise of Blood bleibt die Verwundung von Magie sehr limitiert. Und das ist auch gut so! So wie die Magie verwendet wird, passt es genau richtig in die hier geschaffene Welt und führt somit die Kampfszenen auch nicht ad absurdum, indem am Ende die Seite mit den Supermagiern gewinnen.

Insgesamt ein rundum gelungenes Debüt von Django Wexler, das mit tollen Charakteren und einer spannenden Handlung auftrumpft. Ein unbedingtes Must-Read!

Cryonic: Bruderschaft des Kreuzes (Cryonic, #2) von Vitali Sertakov

Cryonic: Bruderschaft des Kreuzes (Cryonic, #2) von

Info:

Genre: Scifi/Fantasy
Verlag: Piper
Seiten: 496
Sprache: Deutsch
Amazon: Amazon


Enttäuschender zweiter Teil der Cryonic-Saga von Vitali Sertakov.

Rating: 3/10


Inhalt:

Der zweite Band der düsteren Science-Fiction-Reihe aus Russland: Hinter einem Wall aus todbringender Materie liegt eine Welt, in der die Natur solche Grauen gebar, dass noch nie jemand von dort zurückkehrte. Es ist das Europa des 22. Jahrhunderts. Und hier liegt Artur Kowals Bestimmung … Es sind Jahre vergangen, seit der St. Petersburger Wissenschaftler Artur Kowal seinem kryonischen Sarkopharg entstieg und den Namen »Dämon« erhielt. Nun hat er sich zum mächtigsten Mann jenes Landes erhoben, das einst Russland war. Die Bürde der Verantwortung lastet schwer auf ihm, aber seinen Kampf für eine zivilisierte Gesellschaft und eine Zukunft des Menschen auf der zerstörten Erde hat er noch lange nicht aufgegeben. Dafür wagt er sich mit einer auserwählten Bruderschaft in die Hölle selbst: nach Europa, wo er französische Wissenschaftler aus ihrem Kälteschlaf erwecken möchte. Doch während er und seine Gefährten sich durch die todbringende Natur Deutschlands und Frankreichs schlagen, hat sich sein größter Feind erneut erhoben …

Review:


Dank Piper habe ich ein Vorabexemplar von "Der Bruderschaft des Kreuzes" erhalten. Hierbei handelt es sich um das zweite Buch in der Cryonic-Reihe. Zwar habe ich das erste Buch nicht gelesen, aber es war kein Problem sich in die Welt und Charaktere herein zu finden.
Von Anfang an hat mich allerdings die Prosa etwas verwundert. Ich weiß nicht ob es an der Übersetzung liegt, oder ob Sertakov wirklich so schreibt, aber in dieser Form wirkte alles sehr hölzern und unausgearbeitet an vielen Stellen. Besonders die Dialoge wirken teilweise extrem peinlich und lesen sich wie normale Altagsgespräche. Überhaupt sind viele umgangssprachliche Begriffe und Redewendungen verwendet worden, die man normalerweise nicht in Büchern erwartet. Dies ist überaus gewöhnungsbedürftig und verdirbt oftmals die Stimmung einer Szene.

Nun zur Handlung selbst. Das erste Drittel liest sich überaus schleppend. Grund dafür ist, dass der Plot an zu vielen Stellen passiv, durch die Erzählungen eines Charakters, der auf dem Weg getroffen wurde, wiedergegeben wird. Unterbrochen wird dies nur durch kleinere Scharmützel
Die Buchübergreifende Geschichte weckte auch nicht mein Interesse, es war zwar ein interessanter Ansatz, aber wurde leider nicht gut genug umgesetzt. Das Tempo ist immerhin gut, die Handlung wird zügig vorangetrieben. Dies ist auch nötig, da das ganze Buch eher Handlungsgetrieben ist. Was mich zum nächsten Punkt bringt. Die Charaktere.
Ich bin nach dem Buch auch nicht schlauer als davor, was für ein Typ Arthur ist. Es lässt sich so gut wie keine Charakterentwicklung bei der Hauptperson, geschweige denn von seinen Begleitern erkennen. Alle werden nur sehr oberflächlich und schablonenhaft beschreiben.

Das einzig Positive in diesem Buch ist die Dystopische Welt an sich. Mit vielen neuen Ideen kreiert Sertakov eine wirklich gruselige Endzeit-Welt. Schade nur, dass er es nicht schafft eine gute Geschichte darin zu erzählen.
Meine Vermutung ist, dass einiges hier "lost in translation" ist. Leider besitze ich keine Russischkenntnisse um mich zu überzeugen, wie gut das Buch im russischen Original ist.