Dienstag, 24. Februar 2015

Hochverrat von Sebastien de Castell

Hochverrat von Sebastien de Castell



Seiten: 352
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492703224
Amazon: Amazon.de








Unterhaltsame Fortsetzung der Cloak und Dagger Reihe Greatcoats von Sebastien de Castell, die mit spannenden Kämpfen und schrägen Charakteren überzeugt.

Rating: 7/10


Inhalt:

Gesetz - Recht - Ehre. Im Reich Tristia sind das nichts als hohle Worte, die den Regenten Macht verleihen. Doch für die Krieger der Greatcoats sind sie weit mehr als das. Sie sind ihr Kodex, selbst wenn sie das zu Verstoßenen macht. Aber was ist ein Kodex wert, wenn der Feind keine Ehre kennt? In einem Reich, das durch die Gier der Mächtigen zugrunde gerichtet wurde, kämpft Falcio val Mond, oberster Kantor der Greatcoats, unerschütterlich für Recht und Ordnung. Als ein grausames Verbrechen an einem Duke und seiner Familie verübt wird, nimmt der Krieger die Fährte des Mörders auf. Doch bald muss er erkennen, dass er das Opfer eines schrecklichen Verrats ist: Ein tödliches Gift jagt durch seine Venen. Plötzlich ist jeder Moment im Kampf gegen den Feind kostbarer denn je. Kann Falcio den Bürgerkrieg verhindern, der das Land ins Chaos zu stürzen droht? Oder wird der Tod ihn vorher zu sich holen?

Review:

Ich habe netter Weise ein Rezensionsexemplar von Piper für den zweiten Teil der Greatcoats Reihe "Hochverrat" von Sebastien de Castell erhalten.
Ich war vom ersten Buch in der Reihe positiv überrascht und habe mich gefreut nun das zweite Buch in der Reihe noch vor der englischen Veröffentlichung zu lesen.
Und wiedereinmal zeigt sich, dass de Castell es versteht eine Geschichte voran zu treiben und keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ähnlich wie im ersten Teil gibt es jede Menge packend geschriebene Kampfszenen, mit meist blutigem Ausgang und zwischendurch ein wenig dunklen Humor um die Stimmung etwas aufzulockern.
Die Story nimmt schnell fahrt auf, führt mir aber leider nicht weit genug. Obwohl das Buch mit ca. 360 Seiten relativ lang ist, entwickelt sich die übergreifende Handlung nur sehr gering. Der Autor versucht hier eher den Charakteren etwas Tiefe zu geben, was durchaus funktioniert. Ich habe nur die Befürchtung, dass der dritte Teil in der Reihe Schwierigkeiten haben wird, die Geschichte gut abzuschließen. Aber ich lasse mich in diesem Fall doch gerne eines Besseren belehren :)
Wer ein Cloak and Dagger Fan ist und den ersten Teil "Blutrecht" mochte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!

Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Maschinen von Ann Leckie

Die Maschinen von Ann Leckie



Seiten: 544
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453316363
Amazon: Amazon.de








Starker Debüt Roman der frischen Wind in das Science Fiction Genre bringt

Rating: 7/10


Inhalt:

Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.

Review:

Der Debütroman Die Maschinen von Ann Leckie bringt frischen Wind in das sonst so männerdominierte Science Fiction Genre, mit einem durchaus anspruchsvollen Roman, der einiges an Aufmerksamkeit vom Leser verlangt. Denn die Geschichte wird aus der Sicht einer künstlichen Intelligenz/Maschine und deren Erzählweise schon etwas ungewohnt ist,da sie keine unterschiedlichen Pronomen für Geschlechter verwendet, bzw das eigene Pronomen der Rache benutzt . So wird jede Person mit Sie angesprochen, egal ob männlich oder weiblich, was der AI oftmals schwer fällt zu unterscheiden. Man tappt teilweise im Dunkeln welches Geschlecht die einzelnen Charaktere haben und muss es sich selbst aus den Zusammenhängen erschließen, was nach anfänglicher Verwirrung durchaus Spaß macht.
Die Storyline an sich ist nichts Außergewöhnliches, wartet jedoch mit einigen interessanten Ideen auf.
Der Hauptcharackter ist authentisch geschrieben und vermittelt gut die Sicht aus einer Machinen-denkenden Perspektive.
Insgesamt ein guter Science Fiction Roman, der zwar keine neuen Maßstäbe setzt, aber gut Unterhaltung bietet.