Samstag, 13. Februar 2016

Basar der bösen Träume von Stephen King

Basar der bösen Träume von Stephen King



Seiten: 768
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10:3453270231
Amazon: Amazon.de










Rating: 5/10


Inhalt:

Hier werden Albträume wahr


Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht.


Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.«

Review:

Mit Basar der bösen Träume zeigt Stephen King, dass er nicht unbedingt mehr als tausend Seiten benötigt, um eine gute Geschichte zu erzählen. Mit dieser Sammlung von Kurzgeschichten bringt uns King einige gruselige, mit viel schwarzen Humor durchsetze Erzählungen. Wie immer bei solchen Sammlungen sind auch hier Geschichten dabei, die einen überhaupt nicht ansprechen und so wird jeder Leser seine eigenen Favoriten haben. So ging es auch mir. Die Kurzgeschichten die ich am besten fand waren:

Raststätte Mile 81
Premium Harmony
Böser kleiner Junge
Ur

Der Rest gefiel mir nicht so sehr, weil ich z.B. nur Bahnhof verstand wie bei "Blockade Billy" , wo es viel um Baseball ging, oder wo einfach nur eine Geschichte ohne "Moral" erzählt wurde, nichts worüber man später nochmal dran denkt. Denn das sind für mich gute Kurzgeschichten. Die die mir auch noch nach langer Zeit in der Erinnerung bleiben.
Wie King schon im Vorwort erwähnt ist die Kunst Kurzgeschichten zu schreiben eine ganz andere als die Romane zu verfassen. Meiner Meinung nach ist King bei weitem der Bessere in der Romansparte. Herausragend fand ich diese Sammlung leider nicht, eher mittelmäßig.

Dark Day von Tom Wood

Dark Day von Tom Wood 



Seiten: 352
Verlag: Goldmann 
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483891
Amazon: Amazon.de









Rating: 6/10


Inhalt:

Raven ist Profikillerin. Lautlos wie ein Schatten eliminiert sie ihre Opfer, bevor diese ihre Anwesenheit auch nur erahnen. Doch diesmal könnte sie das falsche Ziel im Auge haben: Victor. Ein Killer wie sie. Ein Profi so paranoid wie rücksichtslos und perfekt darin, jeden Verfolger auszuschalten. Er spürt Raven rund um den Globus nach, nicht nur, um die Gefahr zu beseitigen, sondern um herauszufinden, wer ihr den Auftrag zu seiner Ermordung gab. In New York treffen die beiden schließlich aufeinander – ausgerechnet, als dort ein Blackout die Stadt ins Chaos stürzt. Inmitten von Plünderungen und Gewalt kommt es zwischen Raven und Victor zu einem Katz-und-Maus-Spiel, das Manhattan nie mehr vergessen wird ...

Review:

Mit Dark Day geht die Reihe um den Profikiller Victor schon in den fünften Teil. Hier dreht Tom Wood zum Glück die Übertriebenheit etwas zurück. Schaltet Victor im letzten Buch noch fast im Alleingang eine halbe Armee aus, ist in diesem Buch der Bodycount auf ein realistisches Maß heruntergedreht. Doch wenn man deshalb weniger Action erwartet, liegt man falsch. Vom ersten bis zum letzten Kapitel kommt es zu einer spannenden Szene nach der anderen, so dass es kaum Zeit für Verschnaufpausen gibt. Eine Irre Verfolgungsjagd durch New York beginnt, in der Victor oft an seine Grenzen gebracht wird.
Mit Raven bekommt Victor eine ebenbürtige Gegen/Mitspielerin, die etwas an den Prinzipien unseres Profikillers rüttelt.
Der Plot war nichts außergewöhnlich Neues, das nicht schon tausende mal geschrieben wurde, aber ich wurde bestens unterhalten. Langeweile kam sicherlich keine auf. Vor allem die Erzählung aus der Sicht eines überparanoiden Profikillers ist wieder sehr interessant geschrieben. Die trivialsten Dinge wie Duschen, oder die Straße überqueren werden von ihm mit enormer Vorsicht angegangen, denn überall könnte der Tot lauern.
Fazit:
Kurzer, packender Action-Thriller, den man locker an einem Stück durchlesen kann. 

Samstag, 6. Februar 2016

Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed

Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed



Seiten: 432
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10:3453315898
Amazon: Amazon.de










Rating: 5/10


Inhalt:

Dhamsawaat ist die Stadt aller Städte: Prachtvoll, einzigartig und alles überragend, ist sie seit Jahrhunderten Zentrum der Macht und Magie der vereinten Königreiche. Hier lebt auch der alternde Adoullah, der letzte große Ghul-Jäger. Eigentlich will Adoullah nur seine Ruhe, doch als immer mehr Menschen Opfer besonders grausamer Ghule werden, begibt er sich noch einmal auf die Jagd. Und macht gemeinsam mit seinem jungen Assistenten und einer geheimnisvollen Nomadin eine unglaubliche Entdeckung ...

Review:

Saladin Ahmed hat mit „Das Schwert der Dämmerung“ ein erfrischend neuen Fantasy Handlungsort, mit einer reich ausgeschmückten eigenen Vergangenheit geschrieben, die allerdings immer noch genügend Parallelen zu unserer Welt, bzw. Arabien, aufweist. Im Worldbuilding hält sich Ahmed jedoch sehr zurück, gerne hatte man noch mehr von der Welt erfahren und ist am Ende etwas unbefriedigt, dass bei den vielen Möglichkeiten die hier bestanden, nur so wenig preisgegeben wurde.
„Das Schwert der Dämmerung“ war ein schnelles Lesevergnügen, mit einer flüssigen Prosa, die teilweise allerdings etwas überzogen wirkte. Die Schurken waren gut geschrieben, ohne comicmäßig übertrieben zu wirken. Die Hauptfigur ist ebenfalls ein vom Standard abweichender Charakter, anstatt des jungen, euphorischen Helden ist unser Protagonist weit hinter seiner Blütezeit und eher im Rentenalter. Sein ständiges Genörgel über die Leiden des Alters passt zwar am Anfang gut, um den untypischen Charakter einzuführen, geht aber nach einiger Zeit auf den Nerv.
Die Nebencharaktere Raseed bas Raseed, der fromme Protegé, und Zamia Badawi konnten mich nicht überzeugen. Gerade ihre Liebesgeschichte wirkt etwas ungelenk.
Das ganze Buch liest sich wie ein D&D Abenteuer und erinnert an die Dragonlance/Forgotten Realms Reihen. Das mag wohl auch daran liegen, dass Ahmed ein großer Fan dieser Reihen und des Spiels ist und versucht hat, dies in diesem Roman umzusetzen. Ob das allerdings den Leser heutiger Fantasy noch anspricht wage ich zu bezweifeln.
Die Handlung ist rundheraus, linear und weicht nur wenig vom Haupthandlungsstrang ab und hält somit auch in der Länge des Buches gering. Auf den gerade mal 420 Seiten erzählt Ahmed seine Geschichte, die er auch zu großen Teil abschließt, aber natürlich noch genug Raum für eine Fortsetzung lässt. Dieses Ende wirkte aber zu gedrängt und zu einfach, was etwas enttäuschend war.
Wann der nächste Teil allerdings erscheinen wird steht in den Sternen. Im Englische erschien dieses Buch 2012 und auf den zweiten Band wartet man bisher vergebens vom Saladin Ahmed, der an Depressionen leidet.
Fazit:
Ein mittelmäßiges Fantasy Buch, das leider viel Potential verschenkt hat. Es lohnt sich aber durchaus einmal einen Blick zu riskieren, vor allem, wenn man einmal etwas anderes als die Standard mittelalterlich angehauchte Welt erleben will.


Freitag, 5. Februar 2016

Der Spalt von Peter Clines

Der Spalt von Peter Clines



Seiten: 528
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345331705X
Amazon: Amazon.de










Rating: 6/10


Inhalt:

Highschool-Lehrer Mike Erikson ist ein Genie und könnte dank seines fotografischen Gedächtnisses und seines überragenden IQs eigentlich eine glänzende Karriere machen. Doch er zieht ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben vor – bis er sich von einem alten Freund dazu überreden lässt, an einem einzigartigen Experiment teilzunehmen: Mitten in der kalifornischen Wüste arbeitet ein Team von Wissenschaftlern daran, Teleportation zu ermöglichen. Doch das Experiment hat ungeahnte Folgen – nicht nur für die Forscher selbst, sondern für die ganze Menschheit ...

Review:

3,5*
"Der Spalt" war das erste Buch, dass ich von Peter Clines gelesen habe und leider konnte er mich nicht wirklich überzeugen. Es dauert sehr lange (bis ca. 55%) bis die Handlung einmal richtig ins Rollen kommt. Die Situation ist so schnell durchschaubar für den Leser, dass es teilweise nervt, dass die Charaktere so schwer von Begriff sind. Gerade weil am Anfang die Mitglieder des Portals eine Geek- Anspielungen nach der anderen zum guten lässt, fehlt es ihnen irgendwie an Fantasie, das wahre Problem zu erkennen und müssen erst von unserem Hauptcharakter Mike darauf hingewiesen werden.
Der Schreibstil von Clines macht es jedoch sehr einfach das Buch in einem guten Fluss durchzulesen, ein richtiger Pageturner. Er schafft es geschickt, mit kurzen Kapiteln den Leser bei der Stange zu halten.
Besonders hat mir dabei gefallen, wie er von einem Science-Fiction-Roman, der leicht verständlich ist und ohne viele wissenschaftlich detaillierten Hintergründe auskommt (obwohl es sich hier um ein komplexe Themen wie Quantentheorie und Multiversen geht), zu einem SF-Horror Roman übergeht.
Bei den Charakteren überzeugt eigentlich nur der gut ausgearbeitete Hauptcharakter Mike Erikson, der schon fast wie ein Superheld, mit seinen außerordentlichen Fähigkeiten wirkt. Da er von keinem wissenschaftlichen Hintergrund kommt, sondern ein Highschool Lehrer ist,trägt seine Sicht auf die Dinge auch zum besserenVerständnis bei.
Die restlichen Charaktere bekommen einfach zu wenig Zeit um entsprechende Tiefe zu erhalten. Sascha hätte es auch gut getan, ihr Fluchvokabular um einige Wörter zu erweitern J
Fazit:

Ein recht unterhaltsamer Science-Fiction/Horror Roman, der etwas an Anlaufzeit braucht, aber dann zum Pageturner wird. Gute Unterhaltung für Zwischendurch.