Dienstag, 12. April 2016

Das Lied von Eis und Feuer: Das offizielle Malbuch

Das Lied von Eis und Feuer: Das offizielle Malbuch



Seiten: 96
Verlag: Penhaligon Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 376453155X
Amazon: Amazon.de










Rating: 7/10


Inhalt:

Die spannendsten Charaktere und die faszinierendsten Szenen aus Das Lied von Eis und Feuer warten in diesem Buch darauf, durch Farbe zum Leben erweckt zu werden. Dabei sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die detailreichen Zeichnungen ermöglichen einen ganz neuen Zugang zur Welt von Eis und Feuer und bieten für jeden etwas – opulente Festmahle, prächtige Gewänder, weite Landschaften und vieles mehr. Ein außergewöhnliches und beeindruckendes Malbuch für die Fans des erfolgreichsten Epos unserer Zeit.

 Review:

Da Malbücher momentan der neueste Schrei sind und sogar extra Schichten bei Faber-Castell, Stabilus etc. gibt, um der enormen Nachfrage an Buntstiften nachzukommen, wollte ich auch einmal einen Versuch wagen. Dankenswerter Weise habe ich von Penhaligon ein Rezensionsexemplar, zum gerade neu erschienenem Malbuch zu "Das Lied und Eis und Feuer", bekommen.
Darin gibt es 46 sehr detaillierte Motive aus den Büchern zum Ausmalen. Man sollte dabei noch erwähnen, dass dies Eigenkreationen sind und sich z.B. nicht nach den Schauspielern der TV-Serie orientieren, sondern nach den Beschreibungen in den Büchern gehen.
Die Qualität des Papieres und des gesamten Buches ist wirklich sehr gut. Schöne dicke Seiten sorgen dafür, dass sich nichts auf die nächste Seite durchdrückt und sich gut bearbeiten lässt. Es ist also egal für was man sich beim Malen entscheidet, ob Buntstifte, Wachsmalstifte, Fine Liner, oder sogar Aquarellfarben.
Neben den einzelnen Bildern befindet sich auch noch einmal ein Zitat aus den Büchern, das teilweise bei der Zuordnung hilft.
Die Bilder selbst haben einen hohen Detailgrad und bieten sehr viel Platz um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, es lässt sich durchaus einige Stunden an einem einzelnen Bild arbeiten. Das Einzige was einen hier limitiert, ist das Auswahlspektrum der eigenen Farben. Den einzigen Kritikpunkt den ich hier habe ist, dass am Anfang zu viele, eher langweilige Familienwappen dargestellt werden, die oftmals sehr gleich aussehen.
Bin ich jetzt auch auf den Hypetrain aufgesprungen der Malbücher sind? Nein. Es ist zwar relativ entspannend einfach mal drauf los zu kritzeln, aber für mich ist dabei zu wenig eigene kreative Herausforderung.  Ich konnte leider nicht davon überzeugt werden und würde mir auch nicht selbst ein solches Buch kaufen.
Fazit:

Penhaligon bringt ein qualitativ sehr hochwertiges Malbuch zum Erfolgshit „ Das Lied von Eis und Feuer“ auf den Markt, das mit sehr detaillierten Zeichnungen viel Platz zum farblichen austoben bereitstellt. Malbücher sind nicht jedermanns Sache, aber man sollte es durchaus einmal ausprobieren. Mein Tipp: Besonders gut beim hören von Hörbüchern geeignet, vielleicht ja auch bei einem von „Das Lied von Eis und Feuer“ J

Sonntag, 3. April 2016

Die Mission von Ann Leckie

Die Mission von Ann Leckie



Seiten: 480
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453316932
Amazon: Amazon.de










Rating: 5/10


Inhalt:

Über Tausende von Sternsystemen erstreckt sich das mächtige Imperium der Radchaai – doch es ist in sich gespalten und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Breq, die Maschinenintelligenz des interstellaren Kriegsschiffs Gerechtigkeit der Torren, ist die Einzige, die den Zerfall noch aufhalten kann. Das Schiff wurde vor Jahrhunderten vollständig zerstört, und nur Breq, die Maschinenintelligenz im Körper einer Frau, hat überlebt. Nun wird sie von Anaander Mianaai, der totalitären Herrscherin der Radch, formell adoptiert, zur Flottenkapitänin ernannt und ins Athoek-System beordert. Dort haben die Gegner der Herrscherin zwei Tore für den interstellaren Schiffsverkehr zerstört und das System von seiner Versorgung abgeschnitten. Über Jahrtausende hinweg haben die Radch riesige Bereiche der Galaxis annektiert und sich viele Feinde gemacht. Vor allem aber wird das Reich der Radch aus seinem Inneren bedroht, denn seine Herrscherin Anaander Mianaai ist in Tausende von geklonten Körpern gespalten. Jetzt ist ein heimtückischer Kampf zwischen zwei Fraktionen ihrer multiplen Existenz ausgebrochen, der das ganze Imperium bedroht – und es gibt nur eine Person, die Anaander Mianaai mehr fürchtet als sich selbst: Breq …

Review:

Nach dem großen Hype um das erste Buch „Die Maschinen“ von Ann Leckie ist nun der zweite Teil mit „Mission“ auf Deutsch erschienen. Wenn ich auf mein Review zum ersten Buch zurückschaue, war ich nicht gerade umgehauen, aber dennoch hatten mir die neuen Ansätze die Leckie dort versucht hatte gefallen und ich wollte auf jeden Fall den zweiten Teil lesen und mir die weitere Geschichte rund um Breq angucken.
Und so fängt Mission auch schon kurz nach dem Ende von Buch eins an. Setzt den charakteristischen Stil des ersten Buches jedoch nur bedingt fort. Es ist ein etwas anderes Buch, aber anders muss ja nicht unbedingt schlecht sein und kann der Geschichte durchaus frische verleihen. Auch ist es schwer eine Fortsetzung zu einem so erfolgreichen, mit Preisen überhäuften ersten Band zu schreiben.
Haben sich diese Änderungen ausgezahlt? Ich bin da ein bisschen Zwiegestalten. Auf der einen Seite, war die größte Herausforderung im ersten Buch die Art der Erzählperspektive. Breq war einer von tausenden Körpern einer Maschienenintelligenz und der daraus erfolgende Allwissende Effekt war teilweise verwirrend und ablenkend. Jetzt liegt allerdings nur noch ein einziger Geist in einem Einzelnen Körper vor, was das Ganze etwas leichter nach zu vollziehen macht. Auch springen wir zeitlich nicht mehr hin und her, sondern folgen einer gradlinigen Erzählung. Für mich eine klare Verbesserung in der Verständlichkeit gegenüber dem ersten Roman.
Diese Änderungen führen jedoch dazu, dass auch der Rahmen der Handlung sich um Einiges verkleinert. Was anfangs noch nach einer riesigen Space-Oper aussah, ist nun auf eine viel kleinere Science-Fiction Geschichte geschmolzen. „Mission“ liest sich dabei eher wie eine Charakterstudie, die einen tieferen Einblick in die, nun auf eine Person beschränkten, Person von Breq gewährt und damit natürlich eine sehr ausgiebige Entwicklung durchläuft, was dazu führt, dass das Tempo gegenüber dem ersten Buche um einiges einsackt und fast keine Action stattfindet.
Man hat auch das Gefühl, dass die Handlung in diesem Teil nur wenig mit der Gesamthandlung zu tun hat und nur dazu dient etwas mehr Tiefe in die Charaktere zu bekommen.
Ich habe durchaus nichts gegen dieses langsamere Tempo einzulegen, aber dass hier keine Zweckmäßigkeit gibt enttäuscht schon, gerade nach dem fantastischen Ende des ersten Buches.
Fazit:
Großes erwartet, kleines bekommen. Vielleicht wird Band drei besser.