Montag, 31. Juli 2017

Babylons Asche von James Corey

Babylons Asche von James Corey



Seiten: 624
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345331655X
Amazon: Amazon.de










Rating: 8/10


Inhalt:

Fluch statt Segen


Die interstellaren Portale, gefeiert als Tore in eine neue Zukunft der Menschheit, erweisen sich als tödliche Falle. Kaum haben die Erde, der Mars und die anderen Planeten den Angriff des Alien-Protomoleküls einigermaßen überwunden, tritt es erneut in Aktion und lässt ein Schiff nach dem anderen im Inneren der Portale verschwinden. James Holden und seine Crew stehen kurz vor der Lösung des Rätsels, doch da zeigt sich die wahre Absicht des Gegners – und die Menschheit findet sich plötzlich als Spielball in einem Krieg zwischen galaktischen Mächten wieder …Review:
Die Expanse Reihe von James Corey ist für mich zu einem der besten Science-Fiction Bücher Serien der letzten Jahre geworden und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es bisher mit jedem Buch besser wurde. Aber wie es mit den meisten groß angelegten Epen passiert, kann man nicht in jedem Buch das vorherige an Größe übertreffen. Gerade nach den Ereignissen des letzten Buches "Nemesis Spiel", war es jetzt an der Zeit die Handlung wieder etwas auf dem Boden zu bringen und den Charakteren Zeit zu geben, sich mit dieser neuen Situation auseinanderzusetzen und das tatsächliche Ausmaß dieses katastrophalen Terroranschlags zu verdeutlichen. Genau das ist es, was Corey mit "Babylons Asche" bewerkstelligt.
Dieser sechste Teil der Reihe setzt direkt nach den Ereignissen von "Nemesis Spiel" an, deshalb ist es sehr zu empfehlen, sich mit den Gegebenheiten dieses Buches vor der Lektüre noch einmal vertraut zu machen. Diejenigen, die das letzte Buch gelesen haben wissen, dass ein neuer Gegenspieler die Bühne betreten hat in der Gestalt von der neugebildeten freien Raummarine, eine gewalttätige Gruppe von Rebellen die in Namen des Gürtels kämpfen. Ihr Anführer, der charismatische Marco Inaros  hat gerade den größten Anschlag auf die Erde ausgeführt, der den Tod von Milliarden von Menschen zur Folge hat. Jetzt stiftete er noch mehr Chaos, in dem er verwundbare Kolonieschiffe angreift. Um ihn zu stoppen, wird nun von der Regierung der Erde, die mit den katastrophalen Folgen des Terroranschlags zu kämpfen hat, James Holden um Hilfe gebeten.
In diesem Buch nimmt Corey das erzählerische Tempo sehr stark raus und geht in der ersten Hälfte auf die politischen Folgen zwischen Mars und Erde ein und baut die Beziehungen zwischen den Charakteren weiter aus.
In "Babylons Asche" werden auch aus sehr viel mehr unterschiedlichen Perspektiven erzählt ,als noch in den vorherigen Büchern, was einige Vor- und Nachteile hat. Das eröffnet dem Buch natürlich viel mehr Möglichkeiten die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, führt allerdings dazu, dass man emotional weniger eingebunden wird, da man den Kerncharakteren weniger folgen kann.
So dauert es ca. bis zur Hälfte des Buches bis die Handlung wieder gut Fahrt aufnimmt und das durchscheint, was ich an dieser Serie so schätze. Ein guter Mix aus politischer Intrige und knallharter Space Battle Action, bei der auch Hauptcharaktere ins Gras beißen können.
Wieder eine ganz klare Kaufempfehlung!


Sonntag, 30. Juli 2017

Die Getriebenen von Robin Alexander

Die Getriebenen von Robin Alexander



Seiten: 288
Verlag: Siedler
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827500931
Amazon: Amazon.de










Rating: 8/10


Inhalt:

Ein dramatisches Kapitel jüngster deutscher Geschichte – und ein Insider-Report aus dem Innern der Macht.


Die Grenzöffnung für Flüchtlinge im Herbst 2015 hat das Land gespalten – die einen preisen Angela Merkels moralische Haltung, die andern geißeln die Preisgabe von Souveränität. Doch was als planvolles Handeln erscheint, ist in Wahrheit eine Politik des Durchwurstelns, des Taktierens und Lavierens, befeuert von hehren Idealen und Opportunismus. Robin Alexander zeigt, dass die politischen Akteure Getriebene sind, zerrieben zwischen selbst auferlegten Zwängen und den sich überschlagenden Ereignissen.


Robin Alexander blickt als Korrespondent der »Welt am Sonntag« seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes - in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, rekonstruiert er minutiös die Schlüsselentscheidungen von sechs Schicksalsmonaten - und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird. 

Review:

Wer hätte gedacht das deutsche Politik so interessant sein kann? Mit seinem Buch „Die Getriebenen“ gibt Robin Alexander einen gut recherchierten und tiefen Einblick in die Ereignisse rund um die Grenzöffnung für Flüchtlinge im September 2015.
Er rekonstruiert in seinem Buch minutiös die entscheidenden Momente mit erstaunlichen Einblicken hinter die Kulissen des Kanzleramtes. Das Alles ist in einem dermaßen mitreißenden Stil geschrieben, dass es sich wie ein Politikthriller liest. Man bekommt eine gute Einsicht in das politische Manövrieren und Intrigieren deutscher Politiker, welches ihren Kollegen in der USA in keinster Weise nachsteht. Es ist schon erschreckend wie opportunistisch unsere Politiker in einer solchen Krisensituation vorgehen, sei es Merkel, Seehofer, Gabriel und Co. Alles voran gilt aber, bloß keine Verantwortung übernehmen. Robin Alexander zeigt dabei aber auch, wie blauäugig und uninformiert dieser Prozess von statten geht.
Für mich ein wirklich aufschlussreiches und informatives Sachbuch, dass dieses heikle Thema aus einem anderen Sichtwinkel beleuchtet. Es gibt dem Leser ein besseres Verständnis wie und warum es zu diesen Entscheidungen kam. Dabei bleibt der Autor allerdings größtenteils wertungsfrei und überlässt es dem Leser sich einen eigenes Bild aus den dargestellten Tatsachen bilden.

Eine klare Leseempfehlung in diesem Wahljahr!

Montag, 29. Mai 2017

Das Arkonadia Rätsel von Andreas Brandhorst

Das Arkonadia Rätsel von Andreas Brandhorst




Seiten: 544
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492704263
Amazon: Amazon.de









Rating: 7/10


Inhalt:

Ein Bund von mächtigen Völkern, Omni genannt, wacht in der Milchstraße über die Entwicklung von Leben und Zivilisationen. Jasper und seine Tochter Jasmin gehören zu den wenigen Auserwählten, die in den Diensten Omnis stehen. Ihr Auftrag führt sie zu dem fernen Planeten Arkonadia. Seit Jahrtausenden stranden dort immer wieder Raumschiffe unter dem Einfluss einer unerklärlichen Raumzeit-Anomalie. Zudem bewirkt das geheimnisvolle Nerox, das alle 453 Jahre auftritt, technologischen Stillstand und stürzt den ganzen Planeten ins Chaos. Niemand kennt den Ursprung des Phänomens. Jasper und Jasmin sollen das Rätsel von Arkonadia lösen und stoßen dabei auf ein Geheimnis, das eine Milliarde Jahre alt ist und auch Omni betrifft …

Review:

Andreas Brandhorst setzt mit das „Arkonadia Rätsel“ seines Science-Fiction Reihe Omni weiter fort. Die Handlung spielt 30 Jahre nachdem Jasper und seine Tochter Jasmin der mächtigen Organisation Omni beigetreten sind. Ungeduldig, mehr über Omni zu erfahren, werden die beiden auf ihre erste richtige Mission geschickt. Sie sollen ein uraltes Phänomen auf einem Planeten am anderen Ende der Galaxie untersuchen und dessen Rätsel lüften. Im Verlauf dieser Mission erfahren wir sehr viel über Omni und andere Zivilisationen in der Milchstraße. Brandhorst schafft es wieder sehr gekonnt, seine bereits sehr komplexe Welt weiter auszubauen und endlich mehr in die Tiefe zu gehen. Vor allem geht es hier um die Frage: Ist Omni gut oder böse? Mit diesem Thema hadert vor allen Dingen Jasmin. Sehr gelungen führt der Autor durch diesen inneren Konflikt des Charakters. Dabei sät er auch beim Leser Zweifel und bringt ihn dazu die tatsächlichen Motive von Omni zu hinterfragen.
Insgesamt gefiel mir die Charakterentwicklung und Charakterskizzierung sehr viel besser, als noch im ersten Buch. Gerade der Nebencharakter des Werkzeugmachers Zirzo war ein Highlight der Geschichte für mich. Zwar kommt bei mir immer noch keine wirkliche emotionale Verbindung zu den Hauptcharakteren auf, aber wenigstens bekommen sie nun etwas mehr Tiefe(gerade Jasmin in diesem Buch). Die Kombination Vater Tochter mag schuld daran haben. Eine eher ungewöhnliche Kombination in diesem Genre.
Das Buch profitiert vor allem davon, dass die sehr komplexe Welt bereits im ersten Buch eingeführt wurde. Hier kann man nun direkt in die Handlung hineinspringen, ohne von der brandhorstischen Welt, mit ihren sehr vielen erfundenen Fachbegriffen (siehe mehrseitiges Glossar), erschlagen zu werden.
So kann man dem Plot den Brandhorst wie gewohnt in kurzen und spannenden Kapiteln zügig vorantreibt um einiges leichter verstehen.
Zum Abschluss bekommen wir dann ein doch sehr befriedigendes Ende, bei dem zum Glück nicht mit Informationen gegeizt wird. Wir wissen nun endlich mehr über Omni und deren Mission, jedoch gibt es immer noch genug neue Fragen, denen hoffentlich in zukünftigen Büchern auf den Grund gegangen wird. Mir gefällt diese Serie sehr und ich würde gerne noch mehr Bücher lesen, die in diesem Universum spielen.

Sonntag, 23. April 2017

Duplikat von Alastair Reynolds

Duplikat von Alastair Reynolds



Seiten: 768
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453317556
Amazon: Amazon.de









Rating: 7/10


Inhalt:

Auf der Suche


Wir schreiben das Jahr 2365: Eine gewaltige Flotte Holoschiffe macht sich auf den Weg zu einem Planeten, der Dutzende Lichtjahre von der Erde entfernt ist. An Bord eines dieser Schiffe befindet sich Chiku Akinya, die Urenkelin der legendären Raumfahrerin Eunice Akinya. Doch Chiko hofft auf diesem fernen Planeten nicht nur eine neue Heimat zu entdecken, sondern auch ein geheimnisvolles Artefakt – ein Artefakt, das nicht nur ihr künftiges Schicksal bestimmen wird, sondern auch das ihrer beiden Klone …

Review:

„Duplikat“ von Alastair  Reynolds spielt ca. 200 Jahre nach Buch 1. Nach der Entdeckung der neuen Antriebstechnologie durch Eunice Akinya, macht sich die Menschheit in riesigen Schiffen, auf die bis zu 10 Millionen Menschen passen, auf den Weg zu dem Planeten Crucible. Der Planet, auf dem zuvor Alien Artefakte entdeckt wurden. Unter den Passagieren befindet sich wieder ein Mitglied der Familie Akinya, Chiku Akinya, die Urenkelin von Eunice Akinya. Eigentlich wird die Geschichte nur aus der Sicht dieser einen Person geschrieben, allerdings hat sich Alastair  Reynolds hier etwas besonderes einfallen lassen, denn Chiku hat zwei identische Klone von sich anfertigen lassen. Zusammen gehen sie auf drei unterschiedliche Missionen. Chiku gelb verbleibt die ganze Geschichte über auf der Erde, Chiku rot versucht herauszufinden, was auf der letzten Reise ihrer Urgroßmutter passiert ist und Chiku grün befindet sich auf einem Holoschiff, dass sich immer weiter von der Erde entfernt auf dem Weg zu einer neuen Welt. Sie besitzen die Möglichkeit, ihre Erinnerungen zu synchronisieren. Da sich  jedoch der Abstand zwischen den Chikus immer weiter vergrößert, werden auch die Zeiträume des Austausches immer länger, so kann es sein, dass ein Abgleich von Daten 50 Jahre und länger für den Hin und Rückweg benötigt.
Gleich von Anfang an hat das Buch einen sehr guten Fluss, was vor allen Dingen Buch eins „Okular“ geschuldet ist, da hier weniger Aufbauarbeit geleistet werden muss und die Hintergrundgeschichte noch allgegenwärtig ist. Zwar gibt es schon krasse kulturelle und technische Fortschritte zwischen Buch eins und zwei, die jedoch (leider) nicht weiter ausgeführt werden. Schade, dass hier nicht weiter drauf eingegangen wird und nur am Rande kulturelle, wirtschaftliche und technische Änderungen erwähnt werden. Mir war es auch immer unklar, wovon Chiku denn nun ihren Lebensunterhalt verdiente, da es offensichtlich noch eine Art Kapitalismus gab. Aber hier musste das Worldbuilding wohl der Handlung weichen.
Vor allem das Wechseln der Erzählperspektiven hält die Spannung hoch, obwohl oftmals lange Zeiträume zwischen den Handlungsabschnitten liegen. Sie bilden dabei fast kleine, abgeschlossene Kurzgeschichten. Zwar wird die Geschichte zu Ende geführt in den Haupthandlungssträngen, jedoch ist das Ende noch relativ offen und ich bin gespannt wie Reynolds die Geschichte beenden wird und ob wir auch im nächsten Buch wieder etwas von einer der Chikus erfahren werden, oder es schon wieder neue Hauptcharaktere geben wird.

Samstag, 18. Februar 2017

Cold Killing von Tom Wood

Cold Killing - Tom Wood



Seiten: 464
Verlag: Goldmann
Sprache: Deutsch
ISBN-10:3442484251
Amazon: Amazon.de










Rating: 5/10


Inhalt:

Victor ist Profikiller. Sein wahrer Name und seine Herkunft: unbekannt. Sein Perfektionismus: unerreicht. Für seine Auftraggeber beim britischen Geheimdienst ist Victor unersetzlich. Doch obwohl er bei der Arbeit keine moralischen Skrupel kennt, geht es Victor nicht immer um Geld. Manchmal geht es darum, das Böse zu eliminieren – Menschen wie Milan Rados. Der ehemalige Befehlshaber der serbischen Armee entkam dem Kriegsverbrechertribunal und errichtete in Belgrad ein kriminelles Imperium. Nun soll Victor auf seine Art für Recht sorgen. Auch eine junge Frau ist zu allem bereit, um Rados zur Strecke zu bringen. Er steckte hinter dem Mord an ihrer Familie, und sie will nur eines: Rache.

Review:

Cold Killing von Tom Wood ist der bereits sechste Teil der Thriller Reihe rund um den Auftragskiller Victor. Dieser bekommt diesmal vom britischen Geheimdienst den Auftrag, den ehemaligen serbischen Kriegsverbrecher Milan Rados zu eliminieren.
Wieder einmal erzählt Tom Wood gekonnt einen action- und temporeichen Thriller, der jedoch weder die Hintergrundgeschichte, noch den Hauptcharakter Victor weiterentwickelt. Es wirkt so, als hätte sich die Serie hier festgefahren und es wird nur noch der Ablauf eines Auftrages durchexerziert. Eine bücherübergreifende Handlung sucht man vergebens. Zwar ist es immer noch interessant, Victor bei seinen hochanalytischen Gedankengängen zu verfolgen, jedoch hat es seine anfängliche Novität ausgereizt und schafft es nicht mehr wirklich begeisternd Momente zu liefern.
Auch wirkt der Protagonist zunehmend langweiliger und zu vorhersehbar. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Tom Wood ihn so gezeichnet hat, dass fast keine richtige Weiterentwicklung. in zum Beispiel seiner Persönlichkeit. möglich ist. Victor hat seine festgefahrenen Prinzipien und Vorgehensweisen, von denen er nie abrücken würde, da er der festen Überzeugung ist, dass dies seinen Tod zur Folge hätte. Neue Erfahrungen haben keinerlei Einfluss auf ihn.
Aber nicht nur Victor enttäuscht in der Figurenzeichnung, auch sämtliche Nebencharaktere und Antagonisten sind mit Klischees überladen und wirken wie aus dem Baukasten. Simple Schablonen, die sich genauso verhalten, wie man es von ihnen erwarten würde.
Was das Buch an Schwächen in seiner Figurenbesetzung hat, macht es allerdings mit einer spannenden Handlung wieder wett. Dabei werden die Action Szenen sehr detailliert und nachvollziehbar beschrieben, wirken dabei auch realistisch und nicht mehr so übertrieben wie in einigen vorherigen Büchern, in dem sich der Bodycount von Victors Gegnern fast dem dreistelligen Bereich näherte. Besonders unterhaltsam sind die Szenen, in den Victor improvisieren muss und eine Situation mit seiner analytischen Nüchternheit examinierte.

Tom Wood liefert also wieder einen Thriller nach seinem persönlichen Erfolgsrezept ab. Ob dies aber auf lange Sicht seine Leser begeistern kann, wage ich zu bezweifeln. Wer also ein Fan des Auftragskillers Victor in den vorherigen Büchern geworden ist und vollkommen damit zufrieden ist, dass er so bleibt wie er ist und nur einen stumpfen Actionthriller bevorzugt, kann sich dieses Buch ohne Gewissensbisse zulegen. 

Sonntag, 5. Februar 2017

Die Medusa-Chroniken von Stephen Baxter und Alastair Reynolds

Die Medusa-Chroniken



Seiten: 592
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345331784X
Amazon: Amazon.de










Rating: 6/10


Inhalt:

Bei einem schrecklichen Unfall verlor Commander Howard Falcon einst beinahe sein Leben, nur die hochentwickelte Technologie seiner Zeit konnte ihn damals retten. Nun macht er sich – halb Mensch, halb Maschine – auf eine atemberaubende Reise in die Zukunft, eine Reise durch Raum und Zeit. Es ist der Beginn eines Abenteuers, das die Geschichte des Menschen im Universum neu schreiben wird. Mit Die Medusa-Chroniken haben die beiden Science-Fiction-Ikonen Stephen Baxter und Alastair Reynolds erstmals gemeinsam einen Roman geschrieben – ein Meisterwerk der modernen Science-Fiction.

Review:

„Die Medusa Chroniken“ sind eine Kollaboration von den Science-Fiction Autoren Stephen Baxter und Alistair Reynolds, die auf der Kurzgeschichte „Ein Treffen mit Medusa“ von Arthur C. Clarkes basiert. Wie der Titel schon vermuten lässt handelt es sich hierbei um eine Chronik, die episodenhaft die Lebensgeschichte von Howard Falcon erzählt. Commander Howard Falcon, der nach einem Absturz mit seinem Luftschiff beinahe stirbt und nur mit modernster Cyborg-Technologie gerettet werden kann, muss sein Leben nun als einziger seiner Art: halb Mensch, halb Maschine verbringen. Dadurch, dass seine Technik immer wieder modifiziert und auf dem neuesten Stand gehalten wird, ist es ihm erlaubt ein ungewöhnlich langes Leben zu führen, dass wir durch die Jahrhunderte verfolgen können.
Das Leben nach seinem Unfall wird dabei in kurzen Episoden erzählt, zwischen denen auch schon einmal mehrere hundert Jahre liegen können. Durch diese Form der Erzählung fällt es allerdings schwer irgendwelche Nebencharaktere zu entwickeln und man ist größtenteils, in diesem 500 Seiten Buch auf den Hauptcharakter fokussiert. Allerdings fiel es mir persönlich schwer irgendeine Verbindung zu Howard Felgen aufzubauen, die mich hätte an seinem Schicksal nachempfinden können.
So hat mir mehr der ganze Aufbau gefallen. Welche Auswirkungen die Handlungen unseres Protagonisten über einen so großen Zeitraum haben. Auch seine einzigartige Perspektive auf das Handeln der Menschheit war sehr ansprechend.
Insgesamt haben es Stephen Baxter und Alistair Reynolds geschafft vor allen Dingen den Stil der Science-Fiction Ära von Arthur C. Clarkes einzufangen und einen doch unterhaltsamen Science-Fiction Roman zu schreiben.